AM MEER
Im Naturschutzgebiet auf der Suche nach Sandregenpfeifern

"Diese kleinen Vögel mit den langen orangenen Beinen haben eine  interessante Art des Nestbaus: sie suchen sich eine Kuhle im Sand. Tja, und das wars. Fertig. Inmitten der vielen Steine und Muscheln legen sie ihre 3-5 perfekt getarnten Eier ab und wechseln sich beim Brüten und Bewachen ab. Das Problem: die Nester und Gelege sind so gut getarnt, dass man als Spazierende keine Chance hat, sie rechtzeitig zu entdecken. Hier zeigt sich, wie wichtig die Arbeit der Schutzgebietsbetreuenden ist. Sie kontrollieren regelmäßig den Strand und schauen nach bestehenden oder neuen Brutrevieren und stellen rund herum einen aus einzelnen Glasfaserstangen bestehenden Schutzzaun und Hinweisschilder auf. Dadurch ist gut erkennbar, welche Bereiche man nicht zum Sonnenbaden oder für die Gassirunde mit dem Hund nutzen sollte."

Eine unerwartete Begegnung
Im Juni 2025 traf ich auf der Greifswalder Oie auf zwei Tordalke

Besonders auffällig ist der Schnabel des Vogels: ich würde niemanden belächeln, der glaubt, hier einen Pinguin vor sich zu haben. Vom Schnabel zum Auge und über den Schnabel selbst ziehen sich im Prachtkleid feine, dünne, strahlend weiße Linien, die die Bestimmung sehr eindeutig machen. Und auch wenn der Alk an Land ähnlich aufrecht hockt, kann er im Gegensatz zu Pinguinen fliegen. Allerdings nicht besonders gut, weshalb die Jungvögel etwa 14-22 Tage nach dem Schlupf aus dem Nest ins Wasser springen. Hier ist es für die Altvögel einfacher, ihren Nachwuchs zu füttern, der von Tag zu Tag mehr wächst und Energie benötigt. Hierfür tauchen die Tordalken nach kleinen Schwarmfischen, wie Heringen oder Sandaalen.

IM GARTEN
Wir erhalten kleine Flecken Wildnis

Mit unserem 2000qm großen Garten haben wir eine Leinwand, auf der wir in vielen Ecken der Wildnis den Pinsel in die Hand drücken. Ein naturnaher Garten ist ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Strukturelemente wie Totholzhaufen, Trockenmauern, Stein- oder Laubhaufen schaffen Verstecke für Igel, Kröten, Wildbienen und Eidechsen. Eine Magerwiese mit heimischen Wildblumen  bietet Nahrung für Bestäuber, während eine kleine Wasserstelle Vögeln und Insekten hilft. 

Außerdem ist hier Unordnung gefragt: Ein Stück ungemähte Wiese oder verblühte Stauden im Winter sind wertvolle Rückzugsorte. Und so können wir das ganze Jahr über eine große Anzahl Reptilien, Säugetiere und Vögel direkt vom Fenster aus beobachten. 

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